Teilnehmende und Rahmen
Am 25. September 2025 traf sich die AG 78 Rendsburg zu einem fachlichen Austausch in Rendsburg. Vertreter*innen aus freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe diskutierten zentrale Themen und legten erste Schwerpunkte für die inhaltliche Arbeit im Jahr 2026 fest neben den Themen, die aktuell zu besprechen waren.
Themenschwerpunkte für 2026
1. Careleaver
– Fokus auf die Altersgruppe 17–19 Jahre im Rahmen der Beratungsangebote.
– Bedarf an begleitetem Wohnen wurde deutlich benannt.
– Es ist gewünscht, dass Einrichtungsträger auf den Kreis Rendsburg-Eckernförde zugehen, um Bedarfe zu kommunizieren und Fördermöglichkeiten zu prüfen.
Hinweis: Die stärkere Berücksichtigung von Careleavern ergibt sich direkt aus dem KJSG und sollte von allen Jugendämtern umgesetzt werden.
2. Inobhutnahme
Im Landesjugendhilfeausschuss (LJHA) wurde ein entsprechendes Mandat erteilt, sodass der Kreis Plön mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde gemeinsam eine Inobhutnahmestelle plant zu errichten.
Ein Träger wurde ausgewählt, die Standortsuche ist aktuell im Gange.
Ziel: Aufbau einer (bedarfsgerechten?) Inobhutnahmestelle in der Region.
3. Entgelte
Wunsch nach lösungsorientiertem Vorgehen in der Entgeltgestaltung, sowie partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Fachlich begründete Bedarfe sollen klar benannt werden, insbesondere:
Personalstellen
Stundenzahlen
–> Argumentationslinie: „pädagogisch notwendig“ als Grundlage für Verhandlungen
Die KOSOZ übernimmt zunächst 30 Mandate (Entgeltverhandlungen) für den Projektzeitraum bis Juli 2026.
Eine Auswertung des Modellprojekts erfolgt auf Grundlage der Kosten-/Nutzenanalyse
Hinweis: Angesichts der Tatsache, dass Personalkosten in der Regel rund 80 % der Gesamtkostenstruktur ausmachen, ist zu erwarten, dass die kommenden Verhandlungen stark von Preiskämpfen geprägt sein werden. Dies birgt die Gefahr, dass fachlich notwendige Standards unter Druck geraten, wenn wirtschaftliche Erwägungen über pädagogische Qualität gestellt werden
4. Inklusion
Thema Inklusion wird im Kontext der Gesetzesreform als Querschnittsaufgabe betrachtet.
Geplant ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Praxis.
Einrichtungen werden dazu aufgerufen bereits jetzt inklusiv ihr Angebot zu überdenken
Ausblick
Die AG 78 Rendsburg wird die genannten Themen in 2026 weiterverfolgen und konkrete Arbeitsschritte ableiten.
